12. Oktober 2018

Logaer Weg

Problem einer rigorosen , den Bürgerwillen missachtenden Stadtplanung: Der Logaer Weg

Am Donnerstag, dem 05.09.,sollte die Bevölkerung Leers über die Logaerweg-Planung von Bürgermeisterin und Verwaltung informiert werden und Alternativen benennen können. Tatsächlich war es aber eine Veranstaltung, in der nur die Firma und die Bürgermeisterin versuchten, ihren Plan als den einzigen durchzusetzen, auch indem psychischer Druck ausgeübt wurde"wenn ein Unfall passiert, wer trägt die Verantwortung? Ich kann das nicht unterschreiben.. Wir müssen uns an das Regelwerk halten..." Die Einwände (z.B. dass dieses Regelwerk vom Land Niedersachsen garnicht als verbindlich angenommen worden sei), wurden unter den Teppich gekehrt. Ich durfte nichts sagen, habe aber trotzdem darauf hingewiesen, dass es ein ganz anders lautendes Gutachten einer anderen Firma gebe.

Hier noch einmal der leicht veränderteText meiner Rede bei der Demo mit 1200 Bürgern:

Wir, dieLINKE, setzen uns ein für den Erhalt unserer liebenswerten Stadt im Interesse der Bürger
1. Die Abholzung des alten Baumbestandes stellt einen Verstoß gegen die Baumsatzung der Stadt Leer dar und ist ein Vergehen, was einklagbar ist und eingeklagt werden wird und durch Bußgeldverfahren geahndet werden sollte.
2. Die vorgesehene Abholzung widerspricht dem Image der Stadt Leer, das sie von sich selbst entworfen hat. Zitat:“Es ist daher ein großes Anliegen der Stadt Leer, den vorhandenen Baumbestand zu schützen, zu pflegen und auch weiter zu entwickeln“. Herr Schoch kennt anscheinend weder die Baumsatzung noch den Imageanspruch der Stadt Leer.
3. Bäume werden als „natürliche Klimaanlagen“ bezeichnet. Eine Buche mit einem Durchmesser von 50 cm speichert fast eine Tonne Kohlendioxyd.Bäume dienen nicht nur der Sauerstoffproduktion sondern filtern auch Pilzsporen, Bakterien und Staub. Aufgrund der Wasserverdunstung senken sie die Lufttemperatur. Der finanzielle Wert eines jahrzehnte alten Baumes wird auf 20 000 eingeschätzt. Durch die Abholzung werden die Bürger Leers langfristig beeinträchtigt.
4.Die jetzige Planung mit der von der Verwaltung anvisierten Planung einer Schnellstraße, die zur Entlastung der Hauptstraße führen soll, widerspricht den Interessen der meisten Anlieger der Straße und der Bürger der Stadt Leer.
Am Logaer Weg liegen Kindergärten, Schulen, Einrichtungen für Behinderte und vor allem Wohnungen. Es ist keine Geschäftsstraße und sollte nicht zur Durchfahrtsstraße herabgestuft werden!
5.Die Planung gefährdet das Leben von Kindern, älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen, die als Fußgänger oder Radfahrer dem zunehmenden und rasanterem Autoverkehr ausgesetzt werden, wie es im Antrag ausführlich dargelegt wird..Zudem verlieren die Grundstücke der Anlieger an Wert und an Wohnqualität.
6.Die Vernichtung zahlreicher Bäume des Philippsburger Parkes stört auch die Totenruhe des jüdischen Friedhofs und beeinträchtigt damit wie am Julianenpark ein Kulturdenkmal.
7. Das von der Stadt in Auftrag gegebene Gutachten der Firma NWP von 2011 zur Dorferneuerung in Loga schlug unter anderem vor:“Die Führung der FußgängerInnen und RadfahrerInnen auf der Südseite des Logaer Weges durch den Julianenpark wird beibehalten.“Die Stadtverwaltung hat später an eine andere Planungsfirma einen neuen Gutachterauftrag vergeben, der mehr ihrem Ziel entspricht, aus dem Logaer Weg eine Schnellstraße zur Entlastung der Hauptstraße zu machen. Die Firma hat sich an die Wünsche der Verwaltung gehalten.
Die Linke hat schon im Jahr 2017 auf die Problematik des Ausbaus hingewiesen. Setzen wir uns gemeinsam ein gegen die Zerstörung von Lebensqualität der Bürger und von Natur. Presserechtlich verantwortlich: Stevens-Kimpel

 

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