10. April 2015

Frauentag 2015 in Leer

Frauen finden im Landkreis Leer kaum ausreichend entlohnte Arbeitsplätze; sie werden in Leiharbeit,Teilzeitarbeit, 400 Eurojobs, Minijobs oder befristete Arbeitsplätze, d.h. in den Niedriglohnbereich, abgedrängt. Sie verdienen im Durchschnitt 23 % weniger als Männer und sind stärker von Armut im Alter oder bei Trennungen oder Tod des Partners bedroht.* Wir wollen daß im Kreis Leer mehr tariflich abgesicherte Arbeitsplätze eingerichtet werden (besonders in Altenpflege, Kindererziehung und -förderung, Jugendbetreuung)

* dass öffentliche Aufträge nur an Firmen mit tariflich entlohnter Arbeit gegeben werden,
* dass die aufreibende Arbeit in Altersheimen, Krankenhäusern .. besser entlohnt wird und mehr Arbeitskräfte eingestellt werden;
* dass Frauen mehr Bildungs- und Aufstiegschancen eingeräumt bekommen; dass Frauen ein Rückkehrrecht nach der Erziehungsphase von Teilzeit in Vollzeit erhalten..
Als berufstätige Frau insbesondere als alleinerziehende Mütter haben wir Frauen Schwierigkeiten Ganztagskindergartenplätze oder Hortplätze zu finden. Eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist immer noch nicht gegeben.Im Landkreis Leer gibt es zu wenige Beratungsstellen für Kinder und Jugendliche bei Problemen; auch hier sind Mütter alleingelassen.
Wir wollen erreichen, dass Kinder nicht in beliebige Betreuungsplätze abgeschoben werden müssen, sondern dass sie eine sehr gute Erziehung durch qualifizierte Erzieherinnen erhalten können und dass mehr Beratungsstellen eingerichtet werden.
Frauen sind auch im Kreis Leer häuslicher Gewalt ausgesetzt. Allein im Jahr 2013 sind in der Polizeiinspektion Leer/Emden 410 entsprechende Strafanzeigen bearbeitet worden.
Wir wollen dass die Ursachen hierzu untersucht und bearbeitet werden und dass mehr Beratungs- und Unterstützungsarbeit gefördert wird.