Leer aktuell

28. Mai 2018  

Ärztemangel auf dem Land

LINKE. Niedersachsen: Landesregierung verschleppt Maßnahmen gegen Ärztemangel auf
dem Lande
Scharf geht die LINKE Landesvorsitzende Anja Stoeck mit der Gesundheitspolitik der
Niedersächsischen Landesregierung in Gericht.
„Der Ärztemangel gerade auf dem Lande ist nicht über Nacht gekommen, sondern er hat sich
lange angekündigt. Rund 350 Landarztpraxen sind derzeit schon unbesetzt. Eine gute
Gesundheitsversorgung überall im Lande ist ein Grundrecht, dass die Landesregierung
garantieren muss“, so Anja Stoeck.
Doch offensichtlich glaube die Groko in Niedersachsen dieses gravierende Problem aussitzen
zu können. Die Linke Landesvorsitzende weist darauf hin, dass bereits im Frühjahr 2017
Niedersachsen zusammen mit dem Bund und den anderen Bundesländern einen „Masterplan
Medizinstudium 2020“ beschlossen habe, der vorsieht, dass 10% aller neu geschaffenen
Medizinstudienplätze an diejenigen vergeben werden, die sich verpflichten später als Ärztin
oder Arzt auf dem Lande zu arbeiten.
Während z.B. Bayern zügig an der Umsetzung dieses Beschlusses arbeite, wolle die
Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) offensichtlich nach eigenen Aussagen erst
einmal 2 Jahre lang die Entwicklung beobachten.
„Ich halte diese Untätigkeit für unverantwortlich – sie trifft insbesondere ältere Menschen und
finanziell schlechter gestellten Menschen auf dem Lande, die sich eine umständliche und auch
kostenträchtige Fahrt zu Ärzten in der Stadt kaum noch leisten können“, so Anja Stoeck abschließend.