Hafenverordnung/ Ladungssicherungsarbeiten

Ihre Meldung OZ v. 20.03.19, Seite 3 „Laschen bleibt Hafenarbeit“
Bereits am 07.03. nahm unsere Genossin Franziska Junker zum Thema „Hafenverordnung“ in einem Brief an den Landeswirtschaftsminister Stellung.
Sie gibt darin der Verwunderung der Emder Hafenarbeiter über die Weigerung Althusmanns Ausdruck, den richtigen Beschluss der Regierungsfraktionen im Einklang mit den anderen Küstenländern umzusetzen. Die niedersächsische Hafenverordnung soll dem Beschluss zufolge dahingehen geändert werden, dass die Fixierung der Schiffsladungen (Laschen) ausschließlich von den Profis der niedersächsischen Häfen durchgeführt werden, statt von den Seeleuten in ihren Ruhezeiten, damit Katastrophen wie der Verlust von Ladung z.B. im Falle der MSC Zoe künftig nicht mehr geschehen.
Althusmann mache sich offenbar ausschließlich Sorgen um die Kosten der Reeder und der Hafenwirtschaft. Hier gehe es jedoch vordringlich um Arbeits- und Umweltsicherheit und den Erhalt von Seehafen-Arbeitspätzen.
Franziska Junker ist Betriebsrätin im Emder Hafen sowie Mitglied des Landesvorstandes DIE LINKE Niedersachsen und des Kreisvorstandes DIE LINKE Kreisverband Leer
Im folgenden der Wortlaut des Briefes:
Franziska Junker den 07.03.2019
Neue Straße 45
26835 Neukamperfehn
Hafenarbeiterin im Emder Hafen

Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit
Verkehr und Digitalisierung.
Minister Dr. Bernd Althusmann
Friedrichswall 1
30159 Hannover
Anpassung Hafenverordnung/ Ladungssicherungsarbeiten
Sehr geehrter Herr Dr. Althusmann,
mit Verwunderung haben meine Kolleginnen / Kollegen und ich Ihre Ablehnung des Beschlusses „Laschen ist Hafenarbeit-Ladungssicherung stärken“ des niedersächsischen Landtages zur Kenntnis genommen.
Die Regierungsfraktionen haben den Entschluss gefasst, gemeinsam mit den anderen norddeutschen Bundesländern per Verordnung die Ladungssicherungsarbeiten neu zu regeln. Durch eine Änderung der entsprechenden Hafenverordnung soll das Laschen zukünftig nur noch durch hierfür ausgebildete Hafenarbeiter/innen in den Häfen durchgeführt werden dürfen. Hierdurch soll unterbunden werden, dass die Lascharbeiten durch Seeleute in ihrer Freiwache durchgeführt werden. Denn dieses führt dazu, dass Seeleute in ihren benötigten Ruhepausen schwere körperliche Arbeit verrichten müssen.
Diese Praxis dient nur dazu, Kosten einzusparen zu Lasten von Gesundheit und Beschäftigung. Es ist nicht akzeptabel, dass die Arbeitsplätze in den Häfen durch unmenschliche Arbeitspraktiken unter Druck gesetzt werden.
Wir die Emder Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter möchten Sie bitten, Ihre Haltung zum Beschluss „ Laschen ist Hafenarbeit“ zu überdenken.
Vor dem Hintergrund, dass im Emder Hafen jährlich mehr als 1,25 Millionen Neufahrzeug, zum größten Teil für das VW- Werk, umgeschlagen werden. Kann sich das Bundesland Niedersachsen nicht seiner Verantwortung entziehen. Setzen Sie den Beschluss des niedersächsischen Landtags um, schützen Sie die Beschäftigten auf See und sichern Sie unsere Arbeitsplätze in Emden.
Mit freundlichen Grüßen
Franziska Junker


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